Der Beginn der Rauhnächte – Buch & Hintergrund

Der Roman »Das Erbe der Rauhnacht« endet am Heiligen Abend – dem Fest der Geburt Jesus Christi und der Tag, an dem die wohl größte Erlösungsgeschichte des Abendlandes beginnt. Wer den Roman liest, wird sehen, auch dort steht am Ende eine Art Geburt, und Erlösung wird geschenkt. Doch zuvor müssen Rupp, Perchta, Sophie und der alte Ruprecht noch Kämpfe um Leben und Tod bestehen und ein großes Geheimnis lüften.

Das Erbe der Rauhnacht Buch

Wann beginnen die Rauhnächte?

Der Beginn der Rauhnächte wird allerdings unterschiedlich angesetzt. Manche lassen sie am 21.12., mit dem Thomastag beginnen. Vor allem früher markierte dieser Tag zur Wintersonnenwende den Beginn der Rauhnächte. Es ist die längste Nacht des Jahres, die in sich die Hoffnung auf ein neues Erwachen, einen neuen Zyklus verkündet. Von jetzt an bringt jeder Tag das Licht ein bisschen mehr zurück.

Bei anderen beginnen die Rauhnächte an Weihnachten – für dieses Datum habe ich mich im Buch zur Rauhnacht entschieden. Das Brauchtum zu den Rauhnächten ist regional verschieden, also nicht wundern, wenn andere Menschen die Tage anders angehen. Dasselbe gilt auch für die Sagenfiguren und Legenden, die diese Tage bevölkern.

Wann enden die Rauhnächte? 

Traditionell dauern die Rauhnächte bis zum 6.1.: Heilig Drei Könige und Epiphanie. Perchta und die Wilde Jagd ziehen sich zurück, das neue Jahr hat begonnen. Die Rauhnächte enden. Doch bis es soweit ist:

Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und lasst in den Rauhnächten keine Wäsche draußen hängen!

Alte-Stadt und Manching: Wo »Die Druidin« spielt

Hauptschauplatz in »Die Druidin« ist Alte-Stadt, ein fiktiver Name für die gut erforschte Keltenstadt bei Manching in Bayern. Wesentliche Teile der Handlung des Romans beruhen auf der Geschichte dieses Oppidums mit seiner gewaltigen Stadtmauer, seinen Heiligtümern, mediterranen Importgütern, Waffen und rätselhaften Bestattungen.

Keltischer Adel in Manching

Alte-Stadt/Manching war der Mittelpunkt des Stammes der Vindeliker und Zentrum des Handels entlang der Donau. (Die Donau hatte damals einen leicht anderen Verlauf als heute). Manchings Herrscherschicht stellte die mächtigsten Männer und Frauen der vindelikischen Welt. Dieser reiche Adel frönte allem, was der Handel mit dem mediterranen Raum an Köstlichkeiten, Kostbarkeiten und neuen Ideen bot. 

Aus den Ausgrabungen von Manching kennen wir ein Handwerkerviertel mit Bronze- und Eisenverarbeitung, Münzprägung und Töpferei. Selbst Recycling in Form von Altmetallverwertung wurde praktiziert. Vollständig bebaut war das Oppidum jedoch nicht. Große Areale innerhalb der Stadtmauer blieben landwirtschaftlich geprägt. 

Das Ende des Oppidums von Manching

»Die Druidin« spielt am Ende des zweiten Jahrhunderts vor Christus. Eine gigantische, sieben Kilometer lange Stadtmauer schützte Manching zu dieser Zeit. Die Reste dieses Walls sind noch heute im Gelände sichtbar. Später, um ca. 80 vor Christus brannte das Osttor und wurde nicht mehr repariert. Der Anfang vom Ende von Alte-Stadt?

Ob Angriff, Krankheiten, Stammeswanderungen, Zusammenbruch des Wirtschaftssystems, Sicherheitsprobleme, Verarmung – das Schicksal des keltischen Manchings bleibt ungewiss.  Die Geheimnisse seiner Einwohner, die keine schriftlichen Zeugnisse hinterließen, sind mit ihnen untergegangen. 

Wer mehr über Alte-Stadt erfahren mag, dem lege ich einen Besuch im Kelten Römer Museum Manching ans Herz. Dort kann man sich anhand von Rekonstruktionen und Originalfundstücken anschauen, was »Die Druidin« in Worten beschreibt.