Das Erbe der Rauhnacht – Weihnachtsroman und Wintermärchen

Braucht ihr noch Weihnachtsgeschenke?

Schoko-Nikoläuse finden ihren Weg in die  Supermärkte, draußen wird es dunkel, die Adventszeit naht … Zeit, sich auf den Winter und Weihnachten einzustimmen. “Das Erbe der Rauhnacht” greift die Sagenfiguren und Legenden der Adventszeit und Rauhnächte auf  und kleidet sie in ein neues Gewand.

Zum Inhalt:

In den Rauhnächten öffnen sich die Grenzen
Das Erbe der Rauhnacht Cover

Der sechste Dezember. Ein düsterer Fremder schleppt sich zu einem versteckten Bauernhof im Wald. Trotz ihrer Angst pflegt Sophie den alten Wanderer. Er nennt sich Ruprecht, und er erzählt ihr vom Beginn einer Legende:

Im 16. Jahrhundert sucht die Wilde Jagd in den Rauhnächten Dörfer und Klöster heim: ein letztes Aufbäumen alter heidnischer Bräuche. Gegen den Willen seines Meisters Nikolo und trotz der Gefahr, als Verbrecher verfolgt zu werden, schließt sich der junge Knecht Rupp der Bande um Krampus an. Die wahre Anführerin der Wilden Jagd ist jedoch Perchta – geheimnisvoll, widersprüchlich, unnahbar.
Rupp setzt alles daran, die Anerkennung seiner Gefährten sowie Perchtas Liebe zu gewinnen. Doch sie stammen aus Welten, die weiter voneinander entfernt nicht sein könnten, und ihre Gegner sind mächtig.

Im Heute neigt sich Ruprechts Zeit ihrem Ende zu. Auch für Sophie mit ihrem dunklen Geheimnis entscheidet sich an Weihnachten Leben und Tod. Denn in den Rauhnächten öffnen sich die Grenzen zwischen den Welten …

Europäische Sagenfiguren zu neuem Leben erweckt.
Eine Gang im 16. Jahrhundert.
Eine aussichtslose Liebe.

Ausgeszeichnet mit dem Seraph 2019!

Historische Fantasy, Liebe, Weihnachtsgeschichte – ein Roman für die Einstimmung auf Weihnachten, den Advent, über Nikolaus, alte europäische Sagen und die Rauhnächte. Am besten serviert mit einer kuscheligen Decke und einer Tasse heißer Schokolade. 🙂

Wieso ein Roman über Knecht Ruprecht und die Wilde Jagd?

Knecht Ruprecht – irgendwie ploppte dieser Gedanke schon vor Jahren in meinem Kopf auf. Ich verwarf ihn sofort. Wieso? Aus einem bescheuerten Grund: Weil ich den Namen nicht sexy fand.

Doch sobald ich an Ideen für einen nächsten Roman herumnagte, tauchte dieser Gedanke wieder auf – hartnäckig und unbeeindruckt davon, wie oft ich ihn verwarf.

Ein düsterer Wanderer – eine Romanidee setzt sich fest

Manche Geschichten wollen offenbar erzählt werden. Solche Ideen verschwinden nicht einfach. Gute Ideen kommen wieder. Ob sie aus unserem Unbewussten emporsteigen oder etwas Höheres durch uns spricht – Story-Guru Steven Pressfield würde es die Muse nennen –, darf jeder für sich selbst entscheiden. Irgendwann jedenfalls, als Knecht Ruprecht und das Bild des düsteren Wanderers sich wieder aufdrängte, entschied ich, mir diese Figur näher anzuschauen.

Die Entstehung von »Das Erbe der Rauhnacht«

Storyentwicklung baut auf Fragen auf. Die folgenden waren die ersten:
Was wäre, wenn Nikolaus der Böse wäre?
Was wäre, wenn ein Knecht mehr sein will als nur ein Knecht?
Und muss Knechtschaft immer negativ sein?

So schenkte mir der  Name meiner Hauptfigur auch sofort das Thema, um das es gehen sollte: Knechtschaft. Oder anders ausgedrückt: Wenn Liebe dient …

Ich las mehr über Knecht Ruprecht, Krampus, Kinderfresser und wie diese Figuren alle heißen, über Perchta, Frau Holle, die Rauhnächte und die Wilde Jagd. Ich begann zu recherchieren, wann die Figur des Knecht Ruprechts zum ersten Mal erwähnt wird. Ich stolperte über eine Erwähnung in Nürnberg im 16. Jahrhundert, das Zeitalter der Reformation. Was für ein spannender, großer historischer Hintergrund!

Ein Roman für Weihnachten, die Rauhnächte und den Advent

Der Roman sollte dabei jedoch mehr auf der Seite uralter Legenden und Mythen einzuordnen sein als klassischer historischer Roman. Eine zeitlose Weihnachtsgeschichte für die Adventszeit, die man an dunklen Abenden, wenn es draußen stürmt, mit einer Tasse heißer Schokolade auf der Couch verschlingt. Ein bisschen magisch, ein bisschen märchenhaft. Am Ende wurde gar eine Erlösungsgeschichte daraus – passend zum Heiligabend, an dem das »Das Erbe der Rauhnacht» seinen zweiten Showdown erleben. Ein Buch für alle, die sich auf den Advent, Nikolaus, Pelzmärtl, Weihnachten und die Rauhnächte einstimmen wollen.

Das Cover für »Das Erbe der Rauhnacht«

Das »Erbe der Rauhnacht« steht auf der Shortlist des Deutschen Selfpublishingpreises 2019. Es ist mein erster Ausflug ins Selfpublishing; bislang erschienen meine Romane bei klassischen Verlagen wie Droemer Knaur, Goldmann oder zuletzt im Ebook-Verlag Dotbooks.

Von Lektorat über Cover- und Klappentext-Erstellung bis zur Organisation der Vertriebspartner lagen mit »Das Erbe der Rauhnacht« alle Entscheidungen bei mir. Beim Cover habe ich mit dem wunderbaren Designer Kai Sarnes zusammengearbeitet, für uns beide ein erstes Mal im Bereich Titeldesign.

Aber wie entsteht ein Buchcover? Es beginnt mit einem Briefing, also einer Zusammenstellung dessen, was ich mir vorstelle und was das Buch ausmacht. Im Folgenden habe ich ein paar Elemente meines ursprünglichen Cover-Briefings für Kai zusammengeschrieben.

Cover-Briefing

Genre: Fantasy, Historisch, Liebesgeschichte, Coming of Age Story, Erlösungsgeschichte, Weihnachtsgeschichte
Haupt-Storyline: die Handlung im 16. Jahrhundert rund um den jungen Knecht Rupp
Neben-Storyline: Sophies Geschichte im Heute, in der sie den alten Ruprecht pflegt

Hauptfiguren und Bildelemente

  • Knecht Ruprecht (ein Hüne mit Footballer-Statur mit schwarzen Haaren und schwarzen Augen, schwarzes Hemd. Sein Attribut: der Leinensack)
  • Perchta (weißblondes Birkenhaar, grüne Augen, scharfe Züge, groß, schlank, königlich, zeitlos, stolz. Kleider: samtiger Umhang mit Kapuze, Ledermantel. Rabenfrau. Herrin der Wilden Jagd und der Rauhnächte)
  • Krampus (Widderhörner) 
  • Winter – Schnee, Eiskristalle, Raureif
  • Wald (Tann, Birkenstämme, Hütte)

Atmosphärisches

  • winterlich
  • mystisch
  • zauberhaft
  • Hoffnung gebend
  • zeitlos
  • Schönheit
  • Klarheit

Schlüsselszenen 

  • Der alte Knecht Ruprecht, der aus dem Wald kommt und sich dem einsamen Bauernhof nähert
  • Rupp, wie er auf der Lichtung zum ersten Mal Krampus und Perchta sieht
  • Perchta, wie sie auf Sophie und den alten Ruprecht zukommt
  • Das Bauernhaus auf der Lichtung, wenn die Magie wirkt.

Was letztlich daraus entstand, seht Ihr selbst … Ich finde es jedenfalls wunderschön.

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