Die Kunst des Schreibens

Letzte Woche habe ich das leidenschaftlichste Buch meines Lebens gelesen.

Eine heiße Romanze? – Nein.
Ein Thriller, der einem die Schweißperlen auf die Stirn treibt? – Nein.
Ein Drama, das einem das Herz zerreißt? – Nein.

Es ist ein Buch über die Kunst des Schreibens.
»Zen in the Art of Writing«

»Zen in der Kunst des Schreibens« von Ray Bradbury

Der Verfasser dieser Sammlung an Aufsätzen über das Schreiben ist Ray Bradbury – Lyriker, Drehbuchautor, Short-Story-Schreiber, Romanautor. Vielen dürfte sein Buch Fahrenheit 451 ein Begriff sein.

Ray Bradbury ist ein Sprachkünstler. Er verdichtet Sprache, erweckt Bilder und Gefühle zum Leben, doch vor allem wirft er sein Herz, seine Werte, seine Ängste, seine Leidenschaften in sein Werk. Davon handelt auch »Zen in der Kunst des Schreibens«.

Schreiben – ein Weg zu uns selbst

Ray Bradbury erzählt uns , wie Schreiben ein Weg zu uns selbst ist. Wie es Arbeit ist und Loslassen zugleich, ein Hineinfühlen, bis wir die Geschichten aus uns selbst holen. Was die Muse weckt, ist nicht die Jagd, die krampfhafte Fixierung auf den nächsten Bestseller, sondern ein Geschehen lassen.

Bradburys Buch über die Kunst des Schreibens wirft sich an den Leser heran wie ein Vulkanausbruch. Let the world burn through you, fordert er.  Was das mit Zen zu tun hat – dafür müssen Sie es lesen.

 

 

Über die Schriftstellerei

Schriftsteller können behaupten, wir würden uns in der Königsdisziplin der Kreativität tummeln. Mit einem leeren weißen Blatt und nicht mehr außer dem, was wir in uns selbst finden. Kein Malen nach Zahlen, sondern die Kunst, komplexe Welten, Handlungsstränge und Figuren aus dem Nichts und oft völlig allein zu erschaffen.

Aber erschaffen wir in der Schriftstellerei wirklich? Oder verfügen wir vor allem über die Fähigkeit, einem Wispern zu lauschen?

Erschaffen SchrifstellerInnen etwas? Oder greifen wir nur auf?

Worum geht es in der Schriftstellerei?

Für eine Schriftstellerin oder einen angehenden Autor lautet dabei die spannende Frage: Schreiben wir in erster Linie für uns selbst, für unsere Leser oder etwas/jemand Drittes?

Und wie definieren wir dann eigentlich Erfolg?

Stephen King bemerkt in seinem Buch ‘Das Leben und das Schreiben’, es ginge beim Schreiben in erster Linie darum, das Leben der Leser und das eigene zu bereichern, kurz: glücklich zu werden.

Andere Autoren würdem dem noch ein Element hinzufügen:

Die Muse

Über das Konzept der Muse, die durch uns schreibt, stolperte ich zum ersten Mal bei Steven Pressfield, Romanautor, Drehbuchautor und Verfasser von ‚The War of Art’, dessen Gedanken über das Schreiben und Storytelling ich sehr schätze. Andere würden anstelle der Muse eher von unserem Unbewussten oder Unterbewussten reden. Religiöse Menschen vielleicht von dem Göttlichen.

Damit wären wir wieder beim Lauschen. Und dass manche Geschichten einfach erzählt werden wollen.

Weihnachtliche Dilemma-Entscheidungen

Wendepunkte sind Entscheidungsmomente

An den großen Wendepunkten einer Geschichte fällt stets eine Entscheidung. Aus einem Konflikt folgt eine Krisenentscheidung. Ein klassisches Dilemma kennt dabei zwei Ausprägungen:

– entweder müssen wir uns zwischen zwei mehr oder weniger gleichwertigen Gütern entscheiden, oder
– wir müssen uns für das geringere von zwei Übeln entscheiden.

Umso größer das Dilemma, umso größer der Entscheidungsmoment, der den weiteren Weg bestimmt.

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Unser Elefant in diesem Video von Elefant Studios steckt am entscheidenden Punkt der Story in einem Dilemma: Er kann seine Gäste, seine Famile, anrotzen, die Kerzen ausniesen oder  …
Eine Krise, die nicht unbedingt für einen Roman taugen würde, aber auf jedenfall für …

FRÖHLICHE WEIHNACHTEN!!